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Dresdner Wahlkreis: AfD will Nachzählung vorantreiben

Sachsens AfD will die Nachzählung im Wahlkreis 160 der Bundestagswahl auf juristischem Wege erreichen, wenn ein Einspruch beim Bundeswahlleiter erfolglos bleibt. Nach dem Ergebnis lag AfD-Kandidat Andreas Harlaß am 26. September im Wahlkreis Dresden II-Bautzen II bei den Erststimmen anfangs nur 39 Stimmen hinter dem siegreichen CDU-Kandidaten Lars Rohwer. Wie die AfD am Mittwoch mitteilte, habe eine stichprobenartige Nachprüfung des Kreiswahlleiters in nur acht Stimmbezirken - insgesamt gab es 365 Wahllokale in ganz Dresden - das Ergebnis um weitere vier Stimmen zugunsten der AfD verschoben. Dennoch hätten weder der Landes- noch der Kreiswahlleiter eine Veranlassung gesehen, alle Stimmen noch einmal nachzuzählen.

«Diese stoische Verweigerung lässt vermuten, dass hier die AfD um eine reelle Chance gebracht werden soll, ein weiteres Direktmandat für den Bundestag zu bekommen», sagte AfD-Parteichef Jörg Urban. Es finde «ganz offenbar erneut eine direkte Benachteiligung der AfD statt». Der Landesvorstand gehe nicht von einer bewussten Wahlmanipulation in Dresden aus. «Aber, wo Menschen arbeiten, in dem Fall auszählen, können Fehler passieren. Es ist also auch keineswegs auszuschließen, dass sich das erneute Zählergebnis zuungunsten der AfD verschiebt.» Man wolle Gewissheit und Gerechtigkeit.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH