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Dresden präsentiert Pläne für das Jüdische Museum

Dirk Hilbert (FDP), Oberbürgermeister der Stadt Dresden, nimmt an einem Termin teil. / Foto: Robert Michael/dpa/Archiv
Dirk Hilbert (FDP), Oberbürgermeister der Stadt Dresden, nimmt an einem Termin teil. / Foto: Robert Michael/dpa/Archiv

Dresden will mehr als bisher an die Geschichte und das Leben der Juden in der Stadt erinnern. Neben einem Jüdischen Museum schlägt die Stadtverwaltung deshalb einen Erinnerungsort zum Gedenken an die Schoah vor, der am Alten Leipziger Bahnhof der Stadt auch eine Begegnungsstätte umfassen soll. Von dem Bahnhof aus wurden in der NS-Zeit Juden in Vernichtungslager der Nationalsozialisten gebracht. «Jüdisches Leben bereichert Dresden seit Langem. Mir ist es wichtig, die jüdische Gemeinschaft stärker ins Bewusstsein unserer Stadtgesellschaft zu rücken», erklärte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) am Freitag. Eine Beschlussvorlage zu den Vorhaben soll bis Ende Januar von Ausschüssen des Stadtrates beraten und wenn möglich im März vom Stadtparlament beschlossen werden.

Für das Museum hat die Stadt vier Standorte im Auge. Denkbar wäre etwa die Erweiterung des Stadtmuseums im Landhaus oder ein Anbau an dieses Gebäude. Für den Gedenkort hatte der Stadtrat bereits im April 2021 gestimmt. Auch zwei weitere Stadtorte liegen unmittelbar im Zentrum, ein dritter am Rande der Innenstadt. Je nach baulicher Ausgestaltung sollen die Kosten für den Gedenkort und das Begegnungszentrum am Alten Leipziger Bahnhof inklusive der Sanierung vorhandener Gebäude zwischen 9 und 15 Millionen Euro liegen, die jährlichen Kosten zum Betrieb zwischen 630.000 Euro und 1 Million Euro. Die Kosten für das Museum sind noch unklar, genau wie der Zeitpunkt bis zur Umsetzung der Vorhaben.

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