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Corona-Ausfälle bei Verkehrsunternehmen gehen zurück

Eine Straßenbahn der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) fährt über den Postplatz. / Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Eine Straßenbahn der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) fährt über den Postplatz. / Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Die Verkehrsunternehmen in Sachsen hatten im Dezember mit sehr vielen Corona-Ausfällen beim Personal zu kämpfen. Inzwischen entspannt sich die Lage - aber noch nicht überall.

Mit der Entspannung der Corona-Lage in Sachsen verbessert sich auch die Personalsituation bei den Verkehrsunternehmen wieder. Zwar ist die Ausfallquote nach wie vor eher hoch, aber nicht mehr so hoch wie Ende November und Anfang Dezember, ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Teilweise bestehen trotzdem noch Einschränkungen beim Angebot.

Bei der Chemnitzer Verkehrs-AG habe der Krankenstand beim Fahrpersonal Ende Dezember bei rund 15 Prozent gelegen, teilte Sprecherin Juliane Kirste mit. Da sei etwas weniger als November/Dezember, als «punktuell 18 Prozent» erreicht wurden. In Chemnitz gilt seit dem 12. Dezember ein Ferienfahrplan. Linien, die sonst im 10-Minuten-Takt fahren, verkehren alle 15 Minuten. Falls eine hohe Omikron-Welle für viele neue Krankheitsausfälle sorge, müsste der Fahrplan weiter angepasst werden.

Ähnlich ist es auch in Dresden, wo die Verkehrsbetriebe im Dezember einen Krankenhöchststand von 18 Prozent hatten. «Ab 15 Prozent haben wir ein Problem, das Standard-Fahrplanangebot abzusichern», teilte Sprecher Falk Lösch mit. Daher sei der Fahrplan Anfang Dezember reduziert worden. «Das Angebot fahren wir auch jetzt», so Lösch.

In Leipzig hat sich die Lage dagegen wieder entspannt, wie der Sprecher der Verkehrsbetriebe, Marc Backhaus, sagte. Im Dezember hätten die Krankschreibungen und Abwesenheiten fünf Prozent über dem sonst üblichen Niveau gelegen. «Das war ein sehr außerordentlicher Anstieg, der sich aber wieder normalisiert hat.» Zwischenzeitlich war der Fahrplan deswegen ausgedünnt worden, aber seit 3. Januar gelte wieder der 10-Minuten-Takt.

Auch Eisenbahnunternehmen in Sachsen hatten mit Corona-Ausfällen zu kämpfen. Vogtlandbahn und Trilex meldeten Krankheitsabwesenheiten «seit Herbst letzten Jahres insgesamt auf sehr hohem Niveau». Seit Dezember seien die krankheitsbedingten Abwesenheiten aber wieder leicht rückläufig, wie Sprecher Robert Aschenbrenner mitteilte. «Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Abwesenheitsquote jedoch nach wie vor höher.» Die positive Nachricht für die Kunden: «Zurzeit bestehen keine Auswirkungen auf das Verkehrsangebot.»

Anders sieht es bei der Mitteldeutschen Regiobahn aus. Dort habe noch kein Rückgang der Krankenquote festgestellt werden können. Auf den Strecken Dresden-Chemnitz-Zwickau und Leipzig-Grimma-Döbeln gilt ein eingeschränkter Fahrplan mit Busersatzverkehr. Voraussichtlich werde das bei einigen Verbindungen noch bis Ende Januar so bleiben, teilte das Unternehmen mit.

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