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Geschäftsklima stagniert: Schwache Konjunktur im IHK-Bezirk Leipzig

Geschäftsklimaindex für den IHK-Bezirk Leipzig seit dem Jahr 2016. Grafik: IHK zu Leipzig
Geschäftsklimaindex für den IHK-Bezirk Leipzig seit dem Jahr 2016. Grafik: IHK zu Leipzig
Von: Leipziger Zeitung
Im Bezirk der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig bleibt die wirtschaftliche Lage angespannt. Der Geschäftsklimaindex stagniert, Investitionsbereitschaft und Beschäftigungspläne sind verhalten. Hohe Arbeits- und Energiekosten sowie schwache Nachfrage belasten die Unternehmen.

Zum Jahresbeginn 2026 zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage unter 518 Unternehmen mit rund 28.000 Beschäftigten keine Anzeichen für eine nachhaltige Erholung. Der Geschäftsklimaindex verharrt bei 105 Punkten und setzt damit seine Seitwärtsbewegung auf niedrigem Niveau fort.

Die Unternehmen bewerten ihre aktuelle Geschäftslage etwas schlechter als im Herbst 2025. Der Lagesaldo sinkt um zwei Punkte auf 15. Mehr als 40 Prozent der Betriebe berichten von einer verschlechterten Ertragslage. Besonders deutlich hat sich die Stimmung im Gast- und Tourismusgewerbe eingetrübt, während im Handel das Jahresendgeschäft vorübergehend für Entlastung sorgte.

Auch die Erwartungen bleiben verhalten. Zwar rechnen 20 Prozent der Unternehmen mit besseren Geschäften, 24 Prozent erwarten jedoch eine Verschlechterung. Der Erwartungssaldo liegt bei minus vier Punkten und damit nur geringfügig über dem Niveau der Herbstumfrage und des Vorjahresbeginns. Eine Trendwende ist aus Sicht der Befragten nicht erkennbar.

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Optimismus im Handel

In der Industrie steigen die Geschäftserwartungen leicht, ohne die schwache Nachfrage wesentlich zu kompensieren. Das Baugewerbe leidet weiter unter Investitionszurückhaltung, hohen Baukosten und Fachkräftemangel. Im Dienstleistungsbereich dämpft eine schwache Auftragslage die Aussichten. Der Handel zeigt sich etwas optimistischer und hofft infolge der deutlichen Mindestlohnerhöhung auf Impulse für den privaten Konsum.

Im Verkehrsgewerbe verbessern sich die Erwartungen leicht, bleiben jedoch durch hohe Energie-, Maut- und Personalkosten belastet. Das Gast- und Tourismusgewerbe blickt trotz der zu Jahresbeginn 2026 in Kraft getretenen Mehrwertsteuersenkung auf Speisen überwiegend skeptisch in die Zukunft; der Kostendruck bei Löhnen und Energie bleibt hoch.

Die anhaltend schwache Nachfrage und steigende Kosten wirken sich zunehmend auf Beschäftigungs- und Investitionspläne aus. Jeweils 17 Prozent der Betriebe rechnen mit steigenden beziehungsweise sinkenden Mitarbeiterzahlen, der Saldo liegt bei null Punkten und damit deutlich unter dem Vorjahreswert. Für 2026 ist mit einem Beschäftigungsrückgang in der gewerblichen Wirtschaft der Region zu rechnen.

Zurückhaltung bei Investitionen

Auch bei den Investitionen überwiegt Zurückhaltung. Lediglich 16 Prozent der Unternehmen planen höhere Ausgaben, 22 Prozent wollen diese reduzieren. Der Investitionssaldo sinkt auf minus sechs Punkte, knapp ein Viertel verzichtet vollständig auf Investitionen. Wo investiert wird, dominieren Ersatzbeschaffungen, Rationalisierungen und punktuelle Innovationen; expansive Wachstumsprojekte bleiben die Ausnahme.

Als größte Geschäftsrisiken nennen die Unternehmen die Arbeitskosten mit 65 Prozent der Nennungen. Es folgen die Inlandsnachfrage und die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen mit jeweils 53 Prozent. Dazu zählen insbesondere Bürokratie, Regulierung, Steuerpolitik sowie internationale Handels- und geopolitische Risiken. Rund die Hälfte der Betriebe sieht zudem in den Energiepreisen weiterhin ein zentrales Risiko.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie hier auf L-IZ.de.

Leipziger Zeitung // Ralf Julke, unterstützt von KI

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