Im Böhlener Ortsteil Gaulis trafen Beamte zwei Männer im Alter von 29 und 42 Jahren in einem Waldstück an. Nach Polizeiangaben hatten sie rund 40 Kilogramm Bärlauchknollen für den Abtransport vorbereitet. Die Knollen wurden sichergestellt und sollen vernichtet werden. Zwei weitere mutmaßliche Beteiligte konnten fliehen.
Ein weiterer Fall ereignete sich am Nachmittag im Bereich des Auwalds in Leipzig-Lützschena. Dort stoppten Polizisten zwei Männer, die bereits etwa 44 Kilogramm geerntet haben sollen. Auch gegen sie wird wegen gewerbsmäßigen Diebstahls sowie wegen möglicher Verstöße gegen das Bundesnaturschutzgesetz ermittelt.
Vorfälle bereits in vergangenen Jahren
Ähnliche Vorfälle waren bereits in den vergangenen Jahren registriert worden. So stellte der Stadtordnungsdienst nach einem Hinweis im Forstgebiet „Wilder Mann“ zahlreiche Säcke mit geerntetem Bärlauch sicher. Die Pflanze gilt als begehrt und wird teils gewinnbringend gehandelt.
Bärlauch, botanisch als Allium ursinum bekannt, wächst überwiegend im Frühjahr in feuchten, schattigen Laub- und Mischwäldern. Die Blätter sind wegen ihres knoblauchartigen Aromas ein beliebter Bestandteil der saisonalen Küche.
Auf Handstraußregelung und Verwechslungsgefahr achten
Rechtlich erlaubt ist das Pflücken kleiner Mengen für den Eigenbedarf nach der sogenannten Handstraußregelung. Größere Ernten oder eine gewerbliche Nutzung sind genehmigungspflichtig. Zudem ist die Entnahme in Naturschutzgebieten und Flächennaturdenkmälern untersagt.
Behörden weisen außerdem auf die Gefahr von Verwechslungen mit giftigen Pflanzen wie Aronstab, Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen hin. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist der deutliche Knoblauchgeruch der Blätter beim Zerreiben.
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Leipziger Zeitung // Lucas Böhme, unterstützt von KI