Nach zwei Jahren Corona-Pause setzen Sachsens Bergmannsvereine fest auf die Wiederauflage der traditionsreichen Bergparaden im Advent. Eine erneute Absage wäre eine Katastrophe, sagte der Vorsitzende des Landesverbandes der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine, Ray Lätzsch. «Wir bereiten uns vor. Stand heute führen wir die Bergparaden im Erzgebirge durch.» Mit etlichen Städten seien dazu Verträge geschlossen. Zu den größten zählen die Umzüge in Annaberg-Buchholz und Chemnitz. In den vergangenen beiden Jahren waren sie ebenso wie die Weihnachtsmärkte der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen. Die Bergparaden zählen zum immateriellen Kulturerbe.
Zunächst wird an diesem Wochenende Olbernhau zum Mekka der Traditionsvereine. Die Stadt ist Ausrichter des sechsten Bergmannstages, der alle fünf Jahre ausgerichtet wird - zuletzt in Ehrenfriedersdorf. Höhepunkte sind ein bergmännischer Zapfenstreich am Samstagabend mit anschließendem Feuerwerk sowie die Bergparade mit 1700 Teilnehmern am Sonntag. Auf dem Programm stehen außerdem ein Berggottesdienst, ein Treffen von Bergmannschören, Aktionen wie Schauschmieden und ein Festempfang. Die Stadt erwartet bis zu 30.000 Besucher.