Nach der Einigung zwischen Deutschland und Nigeria über die sogenannten Benin-Bronzen will Sachsen die Eigentumsrechte an den Objekten, die sich in seinen Museen befinden, zurückgeben. Das Kabinett wird voraussichtlich am 12. Juli über die Voraussetzungen für konkrete Verhandlungen mit der nigerianischen Seite und den rechtlichen Eigentumsübergang beraten und entscheiden. Das sagte ein Sprecher des Kulturministeriums am Mittwoch. Es werde in Kürze eine nigerianische Delegation erwartet - zum fachlichen Austausch auf Museumsebene.
Am Dienstag war bekannt geworden, dass beide Länder sich über den Umgang mit den Bronzen verständigt haben. Für Freitag ist im Auswärtigen Amt die Unterzeichnung einer Absichtserklärung geplant, die den Weg für die Eigentumsübertragungen freimacht.
Die Staatlichen Kunstsammlungen (SKD) Dresden begrüßten die Vereinbarung zu den Benin-Bronzen und die damit verbundene angestrebte engere Museumskooperation zwischen Deutschland und Nigeria, wie ein Sprecher auf Anfrage mitteilte. Sie sei eine Absichtserklärung, die von den Bundesländern umgesetzt werden müsse.