Die «Siedlungen der Herrnhuter Brüdergemeine» sollen Unesco-Welterbe werden. Die transnationale Bewerbung wurde am 18. Januar von den USA in Paris eingereicht, wie Sächsische Staatskanzlei und Regionalentwicklungsministerium in Dresden am Mittwoch mitteilten. Die Nominierung umfasst drei historische Siedlungen in den USA, Nordirland und mit Herrnhut in Sachsen den Gründungsort. Mit Christiansfeld in Dänemark, ebenfalls barock und rechtwinklig nach dessen Muster gebaut, wollen die vier Siedlungen «das weltweite Phänomen der Herrnhuter Brüdergemeine» repräsentieren.
Die Herrnhuter Brüdergemeine stehe für Gemeinschaft, Glauben und Hoffnung, Weltoffenheit und Weltzugewandtheit, sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Der gemeinsame Antrag sei «ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Welterbe». Das Welterbekomitee werde voraussichtlich im Sommer 2024 darüber entscheiden, hieß es. Christiansfeld wurde bereits 2015 in die Welterbeliste aufgenommen - mit der Empfehlung, die Welterbestätte zukünftig um andere Siedlungen der Herrnhuter Brüdergemeine zu erweitern.