Rund ein halbes Jahrhundert nach ihrem Tod wird die DDR-Schriftstellerin Brigitte Reimann in Comics geehrt: Die Comiczeichnerin Anke Feuchtenberger hat Arbeiten geschaffen, in denen sie sich von Zitaten und Fotos der Schriftstellerin inspirieren ließ. Rund 50 schwarz-weiße und farbige Comics sind seit Donnerstag im Neubrandenburger Regionalmuseum zu sehen. Mit der Graphic-Novel-Schau begeht das Literaturzentrum Neubrandenburg sein 50-jähriges Bestehen.
Die 58-jährige Feuchtenberger, die in Ost-Berlin geboren wurde und in Hamburg und Vorpommern lebt, war den Angaben zufolge schon als Jugendliche mit Werken von Brigitte Reimann (1933-1973) in Kontakt gekommen. Sie habe sich nun von Zitaten der Autorin inspirieren lassen, sagte eine Sprecherin der Stadt Neubrandenburg.
In der Schau, die bis zum 16. Januar dauert, sind auch Bücher von Reimann («Franziska Linkerhand») und Feuchtenberger selbst zu sehen. Die Comic-Zeichnerin und Illustratorin hat mit dem Literaturzentrum auch ein Buch unter dem Titel «In der Erinnerung sieht alles anders aus – Brigitte Reimann» vorgelegt. Reimann gehörte zu den bekanntesten und streitbarsten Autoren und Autorinnen der DDR gehörte,