Die erste «Tschechische Saison» in Dresden macht bis Jahresende «auf die außergewöhnlichen künstlerischen Leistungen» im Nachbarland aufmerksam. Unter dem Titel «Alle Macht der Imagination» schaue das Kunstfestival auf die künstlerischen Perspektiven in dem Nachbarland und ermögliche Begegnung auf einem international sichtbaren Feld, sagte die Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD), Marion Ackermann, bei der Eröffnung am Freitag. Das gemeinsam mit dem Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds und Partnern zur tschechischen EU-Ratspräsidentschaft 2022 initiierte Projekt sei langfristig angelegt. In den nächsten Jahren sollen weitere Kulturbegegnungen zwischen Deutschland, Tschechien, Polen und anderen Ländern Osteuropas folgen.
«Wir wissen viel zu wenig über künstlerische Perspektiven in Tschechien» und anderen osteuropäischen Nachbarn, sagte Ackermann. Im Westen Deutschlands kämen sie nicht vor, während es im Osten eine starke Affinität zu Figuration und Positionen in der tschechischen Kunst gebe, «die hier auch ganz anders verstanden werden» - allerdings zu DDR-Zeiten auch keinen Austausch.