Kneipenmusik des 17. Jahrhunderts, opulente Barockkonzerte bis zum Sängerfest im Erzgebirgsstadion: Nach der musikalischen Durststrecke während der Corona-Pandemie wollen die Silbermann-Tage im September aus dem Vollen schöpfen. «Der Gesellschaft geht gerade etwas die Kraft aus, das durchzustehen, was uns auferlegt ist», sagte der künstlerische Leiter des Festivals, Freibergs Domorganist Albrecht Koch, am Freitag bei der Vorstellung des Programms. Kultur könne da etwas Erleichterung bringen - wenn auch nur für einen kurzen Moment.
Vom 3. bis 12. September sind mehr als 20 Veranstaltungen an zehn Orten geplant. Im Mittelpunkt stehen dabei traditionell die barocken Orgeln Gottfried Silbermanns (1683-1753). Beim Eröffnungskonzert mit dem Titel «Oh! Frohlockung» ist das Barockorchester Orkiestra Historyczna aus Polen in der Stadtkirche Frauenstein zu erleben. Es spielt Werke von Georg Friedrich Händel und Johann Friedrich Fasch. Am Tag darauf steht ein Familienfest in Freiberg im Programm, das am Abend unter dem Titel «Barock & Bier» mit englischer Tavernenmusik ausklingen soll. Zum Abschluss der Silbermann-Tage werden die Regensburger Domspatzen im Freiberger Dom erwartet - dann sollen den Zuhörern Psalmvertonungen aus fünf Jahrhunderten geboten werden.