Mit einem sogenannten Kulturplan Lausitz wollen Brandenburg und Sachsen die kulturelle Identität der vom Strukturwandel betroffenen Braunkohleregion bewahren. Ein Papier über konkrete Schritte dazu solle im dritten Quartal dieses Jahres vorliegen, teilte das Kulturministerium in Potsdam auf eine Anfrage aus der Linksfraktion des Landtages mit. Dabei werde die Industriekultur eine wesentliche Rolle spielen.
Den Angaben nach erfasst das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum bereits Zeugnisse der Kulturgeschichte des Industriezeitalters. Dabei würden Objekte der industriellen Entwicklung der Kohle- und Energiewirtschaft im Lausitzer Revier seit Anfang des 19. Jahrhunderts registriert. Gesucht würden auch Objekte, die als kulturelle Leuchttürme der Braunkohle-Industriekultur der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können.
Schon bevor das Strukturstärkungsgesetz Braunkohle im August des vergangenen Jahres in Kraft getreten sei, habe die Landesregierung Brandenburgs mit dem Staatsministerium für Kultur und Medien des Bundes beraten, wie die Industriekultur im Zusammenhang mit dem Kohleausstieg gefördert werden könne. Dazu hätten Vertreter von Bund, Brandenburg und Sachsen im August 2019 ausgewählte Standorte der Industriekultur in der Lausitz besucht.