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Dresdner Theaterfans trauern um Dieter Görne

Die Theaterszene trauert um den früheren Dresdner Schauspielintendanten Dieter Görne. Er sei in der Nacht zum Mittwoch im Alter von 86 Jahren gestorben, teilte das Staatsschauspiel Dresden mit. Intendant Joachim Klement würdigte ihn als «großen Theaterleiter und besonderen Menschen». Görne habe die Bühne in der Landeshauptstadt über 17 Jahre wesentlich geprägt und zu einem der ersten Häuser gemacht. Er war erst Chefdramaturg und dann Intendant.

«Mit dem Tod von Dieter Görne verliert die sächsische und die deutsche Kulturlandschaft einen bedeutenden Theatermacher der friedlichen Revolution und Nachwendezeit», sagte Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) der Deutschen Presse-Agentur. Als Intendant habe er das Staatsschauspiel Dresden von 1990 bis 2001 maßgeblich neu aufgestellt, geprägt und zu einer exzellenten Kultureinrichtung entwickelt. «Die Bühne war für ihn immer auch ein Spiegelbild von gesellschaftlichen Auseinandersetzungen.»

Görne war nach Stationen in Weimar, dem heutigen Chemnitz und andernorts 1984 als Chefdramaturg an das Dresdner Staatsschauspiel gekommen und hier 1990 zum Intendanten berufen worden. Nach elf Jahren trat er Ende der Spielzeit 2000/2001 in den Ruhestand.

Görne war zudem unter anderem Vorsitzender des Landesverbandes Sachsen im Bühnenverein und Mitglied des Präsidiums des Deutschen Bühnenvereins sowie Mitglied der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste in Frankfurt am Main. Das Staatsschauspiel Dresden ernannte ihn 2003 zum Ehrenmitglied. Im gleichen Jahr erhielt er das Bundesverdienstkreuz.

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