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Dresdner Schau mit Sensationsfund: Zeugnis anderer Pandemie

Eine Mitarbeiterin der Staatlichen Kunstsammlungen betrachtet in der Sonderausstellung «Bernini, der Papst und der Tod» einen Totenkopf aus weißem Carrara-Marmor. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
Eine Mitarbeiterin der Staatlichen Kunstsammlungen betrachtet in der Sonderausstellung «Bernini, der Papst und der Tod» einen Totenkopf aus weißem Carrara-Marmor. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Der verloren geglaubte Totenkopf aus weißem Carrara-Marmor von Papst Alexander VII. (1599-1667) ist seit fast 200 Jahren in Dresden. Das in der Literatur vielfach beschriebene Meisterwerk des berühmten Barockbildhauers Gian Lorenzo Bernini (1598-1680) wurde bei der Vorbereitung einer Caravaggio-Ausstellung der Gemäldegalerie Alte Meister 2020 in der Skulpturensammlung entdeckt, wie Museumsdirektor Stephan Koja am Freitag berichtete. Das Stück sei lange als Leihgabe in Schloss Pillnitz «untergegangen». Koja sprach von einer «sensationellen Entdeckung» und verband das mit einem Appell, Wissenschaftler einzustellen, «die entdecken, was diese reichen Sammlungen beinhalten».

Der täuschend echt wirkende Totenkopf und eine spektakuläre Leihgabe aus Rom - das Gemälde zeigt den Pontifex mit dem Kunstwerk - sind bis Anfang September Mittelpunkt der Schau «Bernini, der Papst und der Tod» im Semperbau am Zwinger. Sie blickt zurück auf eine historische Pandemie, die der frischgewählte Pontifex in Rom rigoros und mit Erfolg eindämmte: die Pest 1656/57. Damit habe die Schau eine spannende Aktualität und fordere angesichts der Corona-Krise zur Reflexion heraus, sagte die Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD), Marion Ackermann.

Informationen zur Ausstellung

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH