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Dresdner Musikfestspiele beginnen Live-Konzerte

Der US-amerikanische Komponist John Adams. Foto: Deborah O'Grady/Dresdner Musikfestspiele/dpa/Archivbild
Der US-amerikanische Komponist John Adams. Foto: Deborah O'Grady/Dresdner Musikfestspiele/dpa/Archivbild

Nach über einem Jahr Corona-Zwangspause bieten die Dresdner Musikfestspiele ab Freitag erstmals wieder Live-Konzerte. Dank der positiven Infektionsentwicklung könne man bis 13. Juni zehn Programme im Kulturpalast und Stallhof präsentieren, sagte Intendant Jan Vogler am Montag. Künstler wie Albrecht Mayer, Boris Giltburg, das Dresdner Festspielorchester unter Ivor Bolton, die New York Gypsy Allstars, Max Mutzke, Rudolf Buchbinder oder Pablo Sáinz-Villegas hätten sich wegen eingeschränkter Platzkapazität bereiterklärt, zwei Mal zu spielen, um möglichst viel Publikum den Genuss eines Konzerts zu ermöglichen. Die meisten Künstler stünden in Dresden zum ersten Mal nach langer Zeit wieder auf einer Bühne vor Publikum.

In den vergangenen Tagen hatte das Klassikfestival bereits mehrere Konzerte im Internet gestreamt. Am Sonntagabend wurde dabei der US-amerikanische Komponist und Dirigent John Adams mit dem Preis der Festspiele geehrt - den mit 25.000 Euro dotierten «Glashütte Original Musikfestspielpreis». Aus diesem Anlass spielte das New Yorker Orchester The Knights unter der Leitung von Eric Jacobsen mit Gil Shaham (Violine) und Timo Andres (Klavier) als Solisten ausgewählte Stücke von John Adams.

«Dresden spielt in der Geschichte der Kunst und speziell der Musik eine große Rolle. Die Namen von Weber, Wagner und Richard Strauss sind untrennbar mit der legendären Vergangenheit der Stadt verbunden, und ich bin mir dieser Geschichte bewusst, seit ich denken kann», erklärte Adams. Es sei deshalb für ihn eine Ehre, diesen Preis entgegenzunehmen. Adams will das Preisgeld unter anderem für die Finanzierung von Musikunterricht in amerikanischen Gefängnissen sowie Stipendien für klassische Musikausbildung in Gemeinden verwenden, die unter wirtschaftlichen und ethnischen Spannungen leiden.

Die Dresdner Musikfestspiele erneuerten am Montag zugleich ihre langjährige Partnerschaft mit Volkswagen. VW trage maßgeblich dazu bei, das Programm auch unter den Bedingungen der Pandemie zu ermöglichen und so den Weg für das Wiedersehen von Kultur und Livepublikum zu ebnen, hieß es.

Dresdner Musikfestspiele

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH