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Deutsches Forum für Textil und Spitze: 2023 in Plauen

Das Deutsche Forum für Textil und Spitze in Plauen wird später fertig und teurer als ursprünglich geplant. Nach jetzigen Plänen soll es ab Juni 2023 die Bedeutung der heimischen Textil- und Industriegeschichte einem überregionalen Publikum vermitteln. «Wir wollen in wenigen Monaten ein modernes Museum von nationaler Bedeutung eröffnen. Die Zeit ist knapp kalkuliert, aber es ist machbar», sagte der Direktor des Vogtlandmuseums Plauen, Martin Salesch, am Freitag. Ursprünglich war die Eröffnung des Forums, das im historischen Manufakturgebäude des Weisbachschen Hauses in der Nähe des Stadtzentrums entstehen soll, schon für 2021 geplant. Zwischenzeitlich war ein Eröffnungstermin in diesem Jahr genannt worden.

Wenig verfügbare Baufirmen, fehlende Materialien und eine zeitweilig unsichere Finanzierung seien für die Verzögerungen verantwortlich, sagte Plauens Baubürgermeisterin Kerstin Wolf (parteilos). Die Kosten für den Bau hätten sich auf 8,4 Millionen Euro erhöht. «Trotzdem bewegen wir uns damit noch in einem vorhersehbaren Rahmen», betonte sie. Die ursprünglichen Schätzungen hätten bei sieben Millionen Euro gelegen.

Um zur Eröffnung verschiedenen Zielgruppen ein ansprechendes Ausstellungskonzept bieten zu können, werde bereits mit der inhaltlichen Gestaltung des Forums begonnen, erläuterte Salesch. Geplant ist das Haus als Außenstelle des Vogtlandmuseums. Eine aktuelle Förderung von 600.000 Euro über das Bundesprogramm «Investitionen für nationale Kultureinrichtungen in Deutschland» ermögliche nun eine Art Erstausstattung.

Mit dem gleichen Betrag beteiligt sich auch die Stadt Plauen daran. Davon sollen etwa Ausstellungsmöbel, Vitrinen und ein Schaudepot angeschafft werden. Die Plauener Spitze soll ein zentrales Element der Ausstellung sein. In Plauen hatte sich im 19. Jahrhundert eine florierende Textilindustrie entwickelt, zum Exportschlager entwickelte sich dabei vor allem die vielfach ausgezeichnete Spitze. Die Bauarbeiten rund um das Weisbachsche Haus werden hauptsächlich über das europäische EFRE-Programm mit fast sechs Millionen Euro gefördert.

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