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Bühnenverein: Digitales Theater kann klassisches ergänzen

Mitarbeiter des Puppentheaters demonstrieren die virtuelle Darbietung der Ballade «Der Erlkönig». / Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Mitarbeiter des Puppentheaters demonstrieren die virtuelle Darbietung der Ballade «Der Erlkönig». / Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

An Deutschlands Theatern entstehen immer mehr Produktionen eigens für den digitalen Raum. Das Inszenieren mit digitalen Mitteln habe einen unglaublichen Schub bekommen, sagte der Präsident des Deutschen Bühnenvereins, Carsten Brosda, der Deutschen Presse-Agentur. Die Corona-Pandemie habe hier wie ein Katalysator gewirkt. Die Digitalisierung schaffe neue Möglichkeiten, das Publikum zu erreichen und anzusprechen. «Zum anderen entstehen auch neue künstlerische Ausdrucksformen.» Digitales Theater könne klassisches Theater ergänzen, aber auch ein ganz neues Theatererlebnis schaffen.

Der Bühnenverein mit Sitz in Köln will diese Entwicklung künftig mit einer eigenen Arbeitsgruppe «Digitales» begleiten, die Ende Februar ihre Arbeit aufnehmen soll. «Sie soll Erfahrungen in allen Bereichen, in denen sich Theaterschaffende mit Digitalität auseinandersetzen, bündeln und den Austausch zwischen den Häusern voranbringen», erklärte Brosda, der auch Kultursenator in Hamburg ist. Seiner Einschätzung nach sind die Theater und Orchester in dieser Entwicklung mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten unterwegs.

Neben größeren Bühnen, die schon etwas länger in diesem Bereich aktiv sind wie das Staatstheater Augsburg, wagen inzwischen auch kleine Häuser den großen personellen und finanziellen Aufwand etwa für Inszenierungen in Virtueller Realität (VR). So präsentiert das Puppentheater Zwickau am Samstag seine erste VR-Produktion: Goethes «Erlkönig».

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