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Ausstellung über vertriebene Deutsche in Tschechien eröffnet

Von: DieSachsen News

Erstmals erinnert in Tschechien eine Dauerausstellung an die nach dem Zweiten Weltkrieg vertriebenen Deutschen. Die Schau «Unsere Deutschen» im Stadtmuseum in Usti nad Labem (Aussig an der Elbe) wurde am Mittwoch feierlich eröffnet. «Sie haben den Reichtum dieses Ortes mitgeschaffen», sagte der tschechische Kulturminister Lubomir Zaoralek über die Sudetendeutschen. Zu den Gästen bei der Eröffnungsfeier zählte auch der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer.

Auf mehr als 1500 Quadratmetern werden Kultur und Leben der einstigen deutschsprachigen Bevölkerung Böhmens und Mährens über acht Jahrhunderte hinweg präsentiert. Die Ausstellung spannt einen weiten Bogen von der Ankunft der ersten deutschsprachigen Siedler im Mittelalter bis hin zur berühmten Kaffeehauskultur im zweisprachigen Prag der Zwischenkriegszeit. Fotos von NS-Opfern erinnern an die nationalsozialistische Besatzung.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden rund drei Millionen Sudetendeutsche aus der damaligen Tschechoslowakei vertrieben. In einem Raum werden bei der Flucht zurückgelassene Koffer und Alltagsgegenstände gezeigt. Finanziert wurde das umgerechnet rund zwei Millionen Euro teure Projekt unter anderem vom tschechischen Kulturministerium und dem Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds.

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