Der umstrittene Cranach-Triegel-Altar darf dauerhaft im Naumburger Dom bleiben, muss jedoch seinen bisherigen Standort im Westchor räumen. Das geht aus einer Entscheidung der UNESCO-Experten hervor, die dem Land Sachsen-Anhalt und dem Auswärtigen Amt nun übermittelt wurde. Künftig soll der Altar im Nordquerhaus aufgestellt werden, wie die Staatskanzlei am Mittwoch in Magdeburg mitteilte.
Die UNESCO hatte den Dom im März 2025 durch internationale Fachleute begutachten lassen, nachdem über Jahre eine teils heftig geführte Debatte über die Wirkung des Altars auf das Welterbe-Interieur entbrannt war. Insbesondere wurde kritisiert, dass der Altar die Sicht auf die berühmten hochmittelalterlichen Stifterfiguren wie die Uta von Naumburg störe.