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Archäologen erforschen Untergrund von Dresdner Zwinger

Blick auf den Dresdner Zwinger. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild
Blick auf den Dresdner Zwinger. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

Die Suche nach Pöppelmanns Garten beginnt. Ab Montag erforschen Archäologen den Hof des weltberühmten Dresdner Zwingers, parallel zu dessen Sanierung, wie das Landesamt für Archäologie am Freitag mitteilte. Die Grabungen auf etwa 1,3 Hektar erfolgten abschnittsweise und sollen bis Frühjahr 2022 dauern. Das Areal bleibt dabei ebenso wie die Wege zu den Museen zugänglich.

Die Wissenschaftler hoffen auf Belege für ihre Vermutung, dass der von Baumeister Matthäus Daniel Pöppelmann (1662-1736) geplante Barockgarten tatsächlich existierte, wie ein Sprecher des Landesamtes sagte. Darauf wiesen bei Voruntersuchungen und Recherchen seit 2011 gefundene Spuren hin: von Unterbauten von Wegen und Beckenfundamenten, Pflanzgruben, temporärer Architektur wie Tribünen, Podeste und Treppenreste sowie von Umgestaltungen zwischen 1713 und 1718.

Der Zwinger ist ein Hauptwerk europäischer Barockarchitektur und eine Attraktion in der Kulturstadt. Das Gebäudeensemble mit sechs durch mehrere Bogen- und eine Langgalerie verbundenen Pavillons um einen symmetrischen, mit Brunnen versehenen Hof wurde 1709 bis 1728 im Auftrag von Kurfürst August dem Starken (1670-1733) von dessen Baumeister Pöppelmann (1662-1736) errichtet. Er diente als Ort der Repräsentation, höfischer Feste sowie zur Aufbewahrung der herrschaftlichen Sammlungen und wurde mehrfach umgestaltet. Seit 1991 flossen Millionen in die Sanierung des Ensembles, das drei Museen der Staatlichen Kunstsammlungen beherbergt. Bis Ende 2023 soll nach Angaben der Staatlichen Bauverwaltung nun der Innenhof erneuert werden, die Kosten liegen bei zehn Millionen Euro.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH