Die Bundespolizei will die Zusammenarbeit mit ihren tschechischen Kollegen in der nordböhmischen Verwaltungsregion Liberec forcieren. Vertreter beider Seiten besuchten am Donnerstag in der Grenzstadt Hradek nad Nisou einen möglichen Standort für eine künftige gemeinsame Polizeidienststelle. Früher siedelte in dem Gebäude die Fremdenpolizei, wie die Ausländerbehörde in Tschechien heißt.
Im Rahmen des Projekts «Grenzüberschreitende Sicherheitskooperation» würden die Grundlagen einschließlich der Parameter wie Lage, Stärke, Führung und Auftrag erarbeitet, sagte ein Sprecher der Bundespolizeidirektion Pirna der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit sei man noch in der Anfangsphase. Die endgültige Entscheidung werde auf Ministeriumsebene fallen.
Hradek nad Nisou (Grottau) liegt im Dreiländereck zwischen Tschechien, Deutschland und Polen. Die Stadt mit knapp 7700 Einwohnern ist nur wenige Kilometer von Zittau im Landkreis Görlitz entfernt. Das Kooperationsprojekt wird von der Europäischen Union mit Mitteln aus dem Fonds für innere Sicherheit gefördert und läuft bis Oktober 2021.