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Pilotprojekt zu elektronischer Gerichtsakte startet

23.09.2019 von

Foto: Das Landgericht in Dresden. Foto: Robert Michael/Archivbild

Elektronik statt Aktenhefter bei der sächsischen Justiz: Am Landgericht Dresden ist am Montag ein Pilotprojekt zur Einführung der elektronischen Gerichtsakte gestartet. Nach einer Vorbereitungszeit von drei Jahren geht die sächsische Justiz damit einen weiteren Schritt in Richtung Digitalisierung, wie das Justizministerium in Dresden mitteilte. Bis zum Jahr 2026 sollen alle neu eingehenden Verfahren bei den Gerichten und Staatsanwaltschaften elektronisch geführt werden. Die Akten in den Amtsstuben werden damit verschwinden.

Bereits seit 2012 gehen Klagen und Anträge bei den sächsischen Gerichten zunehmend auf elektronischem Wege ein, so das Ministerium. Mit der Einführung der elektronischen Akte können diese nun automatisch dem richtigen Verfahren zugeordnet und elektronisch weiterbearbeitet werden. Außerdem können telefonische Anfragen künftig zügiger beantwortet werden, da die digitalen Verfahrensdaten jederzeit zur Verfügung stehen.

Mit der Einführung der E-Akte sollen Richter und Staatsanwälte zukünftig mobile Endgeräte erhalten, um die Akte transportabel zu machen, so das Ministerium. Die über 300 Sitzungssäle in den sächsischen Gerichten werden mit moderner Medientechnik ausgestattet.

Der Freistaat investiert zwischen 2013 und 2023 gut 30,6 Millionen Euro in die elektronische Aktenführung. Dazu kommen fast 17,1 Millionen Euro etwa zur Ausweitung der elektronischen Aktenführung auf den Bereich der Ermittlungs- und Strafverfahren.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: Das Landgericht in Dresden. Foto: Robert Michael/Archivbild

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