Nach Untersuchungen zu einer mutmaßlich linksextremen Straftat in Sachsen ermittelt die Staatsanwaltschaft in Sachsen-Anhalt gegen eine ehemalige Angestellte der Uniklinik Magdeburg. Sie soll Datenbestände unberechtigt abgerufen haben, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft am Mittwoch. Sie habe im Rahmen ihrer Tätigkeit mehrfach ohne rechtliche Grundlage Datenbestände abgerufen. Laut einem Bericht der «Volksstimme» stehen diese Datenabfragen im Zusammenhang mit Straftaten aus dem linksextremen Spektrum. Die Generalbundesanwaltschaft äußerte sich auf Nachfrage nicht zu dem Fall.
Das Uniklinikum in Magdeburg bestätigte am Mittwoch, dass eine Person aus der Klinik «aus dienstlichen Gründen (Buchhaltung, gerichtliches Mahnwesen) berechtigten Zugriff auf Daten aus dem Einwohnermeldeamt» hatte. Diesen habe sie nach aktuellen Erkenntnissen gezielt und mit krimineller Energie missbräuchlich genutzt, sagte ein Sprecher der Klinik. Nach dem Beginn eines Ermittlungsverfahrens sei die Person freigestellt worden.