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Juwelendiebstahl-Prozess in Dresden: Mithäftling erzählt

Ein Angeklagter im Prozess um den Juwelenraub im Grünen Gewölbe im Verhandlungssaal. / Foto: Matthias Rietschel/dpa/Archivbild
Ein Angeklagter im Prozess um den Juwelenraub im Grünen Gewölbe im Verhandlungssaal. / Foto: Matthias Rietschel/dpa/Archivbild

Im Prozess wegen des Juwelendiebstahls aus dem Grünen Gewölbe im November 2019 am Dresdner Landgericht sind am Dienstag weitere Zeugen befragt worden. Ein Polizeibeamter berichtete, dass es auf dem Handy eines Angeklagten zwischen dem 18. und 25. November 2019 kaum Spuren von Aktivität gab. Damit wäre auffällig wenig oder gar nicht telefoniert worden in der Tatzeit und während der Ausspähungen zuvor. Er schloss allerdings auch nicht aus, dass Sachen gelöscht wurden.

Der Mithäftling eines weiteren Beschuldigten erzählte vor Gericht, dass dieser ihm gegenüber ständig seine Unschuld versichert habe. Als dem 23-Jährigen am 6. September 2021 ein Schreiben vom Landgericht übergeben wurde, sei dieser wütend geworden, habe auf einen anderen Mithäftling geschimpft, dass der ihn bei der Polizei zu Unrecht belastet habe. In einem Aktenvermerk von diesem Tag, den der Vorsitzende Richter verlas, hatte ein Justizbeamter «vermutlich Anklageschrift» notiert und dass das Schreiben Tumult auslöste.

Seit Ende Januar wird gegen insgesamt sechs junge Männer wegen schweren Bandendiebstahls, Brandstiftung und besonders schwerer Brandstiftung verhandelt. Die Deutschen zwischen 23 und 28 Jahren aus einer bekannten arabischstämmigen Berliner Großfamilie sollen am 25. November 2019 aus dem Historischen Grünen Gewölbe 21 Schmuckstücke mit Tausenden Diamanten und Brillanten im Wert von insgesamt über 113 Millionen Euro gestohlen und zudem Sachschäden in Höhe von über einer Million Euro hinterlassen haben.

Der Prozess wird am Freitag fortgesetzt.

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