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Erste Zeugen im Prozess gegen mutmaßliche Linksextremisten

Eine Statue der Justitia steht unter freiem Himmel. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild
Eine Statue der Justitia steht unter freiem Himmel. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Der Prozess gegen vier mutmaßliche Mitglieder einer Gruppe Linksextremisten soll heute am Oberlandesgericht Dresden mit der Vernehmung der ersten Zeugen fortgesetzt werden. Geladen sind nach Angaben einer Gerichtssprecherin drei Geschädigte der Überfälle in Wurzen und Leipzig, die die Bundesanwaltschaft Lina E. und drei Männern zur Last legt. Sie sind wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, schweren Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung sowie teils Sachbeschädigung angeklagt.

Lina E., eine 26-Jährige, soll Anführerin der militanten Gruppe sein, deren Ziel es war, tatsächliche und mutmaßliche Angehörige der rechten Szene anzugreifen und zu verletzen. Nach Überzeugung der Bundesanwaltschaft führte E. bei mindestens zwei der insgesamt sechs Anschläge in Leipzig, Wurzen und Eisenach das Kommando und bereitete die Angriffe vor. Insgesamt 13 Menschen wurden dabei verletzt, zwei davon potenziell lebensbedrohlich.

Die aus Kassel (Hessen) stammende Studentin ist seit Anfang November 2020 in Untersuchungshaft, die drei Männer nicht. Der Prozess hatte am Mittwoch begonnen, begleitet von einer Demonstration für die Freilassung der Beschuldigten, und ist bis Jahresende geplant - mit Zusatzterminen bis März 2022.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH