Die Abhängigkeit von Chip-Importen reduzieren - das versprechen sich der Chip-Produzent Infineon und die europäische Politik vom Ausbau der Produktionsstätte in Dresden. Am Dienstag erfolgte der traditionelle erste Spatenstich für die Erweiterung des 1994 gegründeten Fertigungsstandortes, in der Halbleiter - also Chips - produziert werden, die etwa für Autos gebraucht werden.
Infineon will in Dresden fünf Milliarden Euro in die Erweiterung der Halbleiterproduktion stecken - die größte Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte. Der Ausbau soll etwa 1000 neue Jobs schaffen und dazu beitragen, dass Europa bei Halbleitern künftig weniger abhängig von Herstellern in den USA und vor allem in Asien ist.
Demnach steht das Engagement von Infineon im Einklang mit dem europäischen Chips Act. Mit dem Gesetz will die EU ihren derzeitigen Anteil an der globalen Halbleiterproduktion von zehn Prozent bis 2030 verdoppeln. Den symbolischen ersten Spatenstich im Norden Dresdens setzten unter anderem EU-Kommissionspräsidenten Ursula von der Leyen, Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU).