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Sachsen lässt Software auf schwere Sicherheitslücke prüfen

Die beleuchtete Tastatur eines Laptops spiegelt sich im Bildschirm. / Foto: Silas Stein/dpa/Illustration
Die beleuchtete Tastatur eines Laptops spiegelt sich im Bildschirm. / Foto: Silas Stein/dpa/Illustration

Eine schwere Sicherheitslücke hat potenziell Milliarden Computer weltweit angreifbar gemacht. Sachsen arbeitet jetzt daran, etwaige Lücken in der Verwaltungssoftware zu stopfen. Noch ist unklar, wie bedrohlich die Lage für den Freistaat tatsächlich ist.

Das Land Sachsen lässt nach einer Sicherheitswarnung der deutschen IT-Sicherheitsbehörde BSI ihre Verwaltungssoftware auf eine schwere Sicherheitslücke prüfen. Erste Updates seien durch die Hersteller bereits verteilt worden, teilte die Staatskanzlei auf Anfrage mit. Jedoch hätten auch Anwendungen vorübergehend deaktiviert werden müssen.

Auch einige Online-Angebote für Bürgerinnen und Bürger müssten kurzzeitig eingeschränkt werden. Um welche es sich dabei handelt, ließ die Staatskanzlei offen. Bisher noch nicht von Einschränkungen betroffen seien gesetzliche Leistungen.

Für eine abschließende Einschätzung der Bedrohungslage für die digitalen Angebote im Freistaat sei es laut Staatskanzlei noch zu früh. Das BSI warnt derzeit auf der Bedrohungsstufe 4 («Sehr hoch») vor der «Log4Shell» genannten Sicherheitslücke, da sie eventuell weltweit mehrere Milliarden Computer verwundbar machen könne.

Die Schwachstelle ist in einer sogenannten Programm-Bibliothek entdeckt worden. Dabei handelt es sich um Software, die zur Umsetzung bestimmter Funktionen in andere Produkte eingebunden wird. Laut BSI ermöglicht die Sicherheitslücke Angreifern, Schadsoftware auf die betroffenen Systeme zu schleusen und somit etwa darauf abgespeicherte Daten abzurufen.

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