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Weiterer Corona-Einsatz der Bundeswehr ist noch offen

THW-Mitarbeiter errichten entlang der Bundesstraße 115 einen Zaun. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa
THW-Mitarbeiter errichten entlang der Bundesstraße 115 einen Zaun. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Über 100 Soldaten sind noch im Corona-Einsatz im Landkreis Görlitz. «Wir bleiben, solange wir gebraucht werden», sagte Oberst Klaus Finck, Kommandeur des Landeskommandos Sachsen, bei einem Online-Pressegespräch am Mittwoch. In der kommenden Woche soll entschieden werden, ob ein weiteres Hilfegesuch an die Bundeswehr gestellt werden soll. Entscheidend seien Infektionsgeschehen und Auslastung der medizinischen Infrastruktur. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt derzeit bei 134,53.

Die Landkreis Görlitz war nach Aussagen des Generalarztes der Bundeswehr, Bruno Most, aufgrund seiner hohen Inzidenzzahlen im November und Dezember sanitätsdienstlicher Schwerpunkt der Bundeswehr in Deutschland. In Hoch-Zeiten hätten 83 Sanitätssoldaten vom Intensivkrankenpfleger bis zum Notfallsanitäter in fünf Krankenhäusern geholfen. Jetzt seien 41 Sanitäter vor Ort. Darüber hinaus sind noch 66 Männer und Frauen zum Beispiel bei der Kontaktnachverfolgung oder im logistischen Bereich im Umfeld von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen in Sachsens östlichstem Landkreis tätig. Das aktuelle Hilfegesuch endet am 19. Februar.

Nach Finck würden derzeit im Freistaat noch 850 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr in allen Landkreisen helfen. Sie arbeiten als mobile Abstrich- und Impfteams, unterstützen in den Gesundheitsämtern bei der telefonischen Kontakt-Nachverfolgung von Infektionsketten und sind in Senioreneinrichtungen und Krankenhäusern eingesetzt, um das Pflegepersonal zu entlasten. Mehr als 1000 Soldaten waren in der Spitze der Pandemie in ganz Sachsen eingesetzt.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH