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Warnung vor Zecken: Bisher 139 Borreliose-Fälle in Sachsen

Mit steigenden Temperaturen nimmt die Zeckengefahr in Sachsen zu. Seit Jahresbeginn bis vergangene Woche wurden nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 139 Neuinfektionen mit Borreliose gemeldet, das sind 42 weniger als zum gleichen Zeitpunkt 2021, wo 181 zu Buche standen. Die Krankenkasse Barmer riet dennoch am Dienstag in einer Mitteilung zu Achtsamkeit bei Aktivitäten im Freien. «Wer draußen die Zeit für Gartenarbeit, Waldspaziergänge oder Picknick nutzt, sollte sich und gegebenenfalls die Kinder anschließend auf Zecken absuchen», empfahl Landesgeschäftsführer Fabian Magerl.

Die Lyme-Borreliose ist eine bakterielle Infektion, die durch Zeckenstiche auf den Menschen übertragen wird und in ganz Deutschland verbreitet ist. Sie kann verschiedene Organe betreffen, insbesondere die Haut, das Nervensystem und die Gelenke. 2021 gab es landesweit nach der RKI-Übersicht insgesamt 1911 Borreliose-Fälle, die meisten davon in Dresden, dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und dem Erzgebirgskreis. Erste Anzeichen einer Infektion, die mit Antibiotika behandelt werden kann, sind laut Barmer runde Hautrötungen um die Einstichstelle herum einige Tage oder Wochen danach.

Das Sozialministerium geht 2022 von einem Infektionsgeschehen im Mittelwert der vergangenen Jahre und etwa 2000 Fällen insgesamt aus. Seit dem Tiefpunkt 2012 mit 919 Fällen schwankte die jährliche Häufigkeit zwischen 1305 Infektionen 2015 und 2307 im Jahr 2020.

Gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), die ebenfalls von Zecken übertragen werden kann, gibt es eine Impfung. «Wer noch keinen Impfschutz hat, sollte das nachholen», sagte Magerl. Aktuell sind zehn Regionen FSME-Risikogebiete: die Landkreise Bautzen, Görlitz, Meißen, Mittelsachsen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Zwickau, Erzgebirgskreis und Vogtlandkreis sowie die Städte Dresden und Chemnitz - ein FSME-Fall wurde bisher nicht registriert.

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