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Verband: Pflegereform bringt private Anbieter in Existenznot

Eine Krankenpflegerin schließt bei einem Patientenrundgang eine Infusion an. Foto: Christoph Soeder/dpa/Archivbild
Eine Krankenpflegerin schließt bei einem Patientenrundgang eine Infusion an. Foto: Christoph Soeder/dpa/Archivbild

– Durch die Pflegereform des Bundes sieht der Verband privater Anbieter sozialer Dienste viele Pflegeeinrichtungen in Sachsen in ihrer Existenz bedroht. Zwar begrüße man steigende Löhne, da sie den Pflegeberuf attraktiver machen könnten, erklärte der Landesvorsitzende Igor Ratzenberger am Donnerstag. «Wir brauchen und fordern jedoch zwei Dinge: die vollständige und unkomplizierte Refinanzierung der Löhne und die angemessene Berücksichtigung des betrieblichen Risikos und des unternehmerischen Wagnisses.» Beides sei nötig, um die Existenz der Pflegeunternehmen und damit ein professionelles pflegerisches Angebot dauerhaft zu sichern.

Mit der Pflegereform sollen Versorgungsverträge ab 1. September 2022 nur noch mit Pflegeeinrichtungen abgeschlossen werden dürfen, die nach Tarifverträgen oder mindestens in entsprechender Höhe bezahlen. Ziel der vom Bundeskabinett beschlossenen Pläne sei es, in der Altenpflege zu einer besseren Bezahlung zu kommen und den Beruf deutlich attraktiver zu machen, hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bei der Vorstellung gesagt.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH