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Sächsisches Handwerk hofft auf Anpassung von Corona-Auflagen

Der Sächsische Handwerkstag hofft auf eine baldige Anpassung noch bestehender Corona-Schutzmaßnahmen. Als Beispiel nannte Geschäftsführer Andreas Brzezinski am Mittwoch die Quarantänepflicht und die Isolation am Arbeitsplatz bei Corona-Infektionen. Dazu brauche man klare, unmissverständliche Aussagen. «Dabei setzen wir zugleich auf eine spürbare Rücknahme an bürokratischen Auflagen für Arbeitgeber im Unternehmensalltag.»

«Aussagen führender Wissenschaftler, dass von einer Corona-Pandemie in Deutschland jetzt keine Rede mehr sein kann, sollten auch für die sächsische Landespolitik ein Signal sein, die bislang bis 7. April 2023 befristeten Corona-Schutzmaßnahmen zu überdenken und vorzeitig auf ein notwendiges Maß zu beschränken», erklärte Brzezinski. Gefragt sei nun eine neue Normalität im Umgang mit dieser Infektion. «Wir müssen lernen, auch ohne gesetzlich verankerte Alltagsauflagen mit diesem Virus zu leben.»

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) forderte, Beschäftigte auch weiterhin vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen. «Wer positiv auf Corona getestet ist und damit potenziell andere Beschäftigte anstecken kann, gehört nicht an den Arbeitsplatz», sagte die stellvertretende Chefin des DGB Sachsen, Daniela Kolbe. Der ständige Verweis auf die Eigenverantwortung der Menschen helfe nicht weiter. «Gerade im Bereich der Beschäftigung braucht es klare Regelungen. Die Beschäftigten brauchen Rechtssicherheit, dass sie bei einem positiven Corona-Test nicht zur Arbeit kommen müssen.»

Sachsens Regierung will noch im Januar über den weiteren Umgang mit Corona-Regelungen entscheiden. Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hatte unlängst betont, dass ihm Eigenverantwortung beim Maske-Tragen im Nahverkehr wichtig sei.

Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) sprach sich für eine bundesweit einheitliche Regelung von Corona-Basisschutzmaßnahmen wie Maskenpflicht und Isolationspflicht aus. Ein Flickenteppich an Maßnahmen sei den Menschen nicht zu vermitteln, argumentierte sie.

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