Das sich ausbreitende Coronavirus ist für den Zwickauer Wirtschaftswissenschaftler Ralph Wrobel derzeit kein Grund, frühzeitig aus seinem Gastland Südkorea zurückzukehren - im Gegenteil. Derzeit entwickle sich die Lage in Deutschland dramatischer als in Asien, schätzt er ein. «Hier ist die Lage trotz Coronavirus-Epidemie ruhig, wobei die Bedrohung überall sehr ernstgenommen wird», sagte Wrobel der Deutschen Presse-Agentur.
Als Gastprofessor verbringt er das Sommersemester an der Dong-A Universität in Busan, der mit 3,5 Millionen Einwohnern zweitgrößten Stadt des Landes. In der Heimat lehrt Wrobel an der Westsächsischen Hochschule Zwickau. Mit einigen tausend mehr bestätigten Corona-Fällen ist Südkorea gegenwärtig deutlich stärker betroffen als die Bundesrepublik.
Fast alle Menschen tragen Wrobel zufolge in Busan Atemschutzmasken. In Läden, Banken oder Behörden stünden zudem Desinfektionsmittel zur Verfügung, im Supermarkt sogar Einweghandschuhe aus Plastik. Schulen und Sehenswürdigkeiten wie Tempel seien größtenteils geschlossen.