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Klinikum Dresden sorgt sich wegen Überlastung des Personals

Eine Fachärztin auf der Covid-19-Intensivstation im Städtischen Klinikum Dresden. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
Eine Fachärztin auf der Covid-19-Intensivstation im Städtischen Klinikum Dresden. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Das Städtische Klinikum Dresden sorgt sich angesichts stark steigender Einweisungen von Corona-Patienten um sein Personal. «Unsere Mitarbeiter der Pflege sind hochmotiviert, da Corona-Patienten eine besondere fachliche Herausforderung bieten. Ihr Erfahrungsschatz und das Wissen sind gewachsen», sagte Michael Mendt, Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Dennoch sei die psychische Belastung nicht zu unterschätzen: «Ich habe die Sorge, dass das System und unsere Mitarbeiter ausbrennen.»

Nach Angaben des Klinikums erhält das Personal Unterstützungsangebote. So gebe es Beispiel Runden im Kollegenkreis, um das Erlebte zu besprechen. «Hinzu kommt, dass man den Dienstplan für die Mitarbeiter so gestaltet, das es Zeit zum Erholen und Abschalten gibt.»

Das Städtische Klinikum Dresden versorgt nach eigenen Angaben derzeit 88 Corona-Patienten, davon 18 auf der Intensivstation. Die Statistik enthält sowohl Patienten mit Hauptdiagnose Covid-19 als auch solche, die beispielsweise nach einem Verkehrsunfall bei der Aufnahme positiv getestet werden, aber keine Symptome zeigen. Zudem bildet die Zahl Verdachtsfälle ab, hieß es. Beim Rückblick wird jedoch die Dynamik der vierten Corona-Welle deutlich: Anfang November 2020 versorgte das Klinikum nur 44 Covid-19-Patienten sowie 15 auf der Intensivstation.

«Heute wie vor einem Jahr versorgen wir neben dem Universitätsklinikum Dresden in der Region die meisten Corona- Patienten», teilte das Städtische Klinikum mit. 2020 hätten zu diesem Zeitpunkt aber bereits 20 Prozent der Operationskapazität geruht, um sich dem Corona-Infektionsgeschehen zu widmen. Eine solche Möglichkeit werde auch heute regelmäßig kritisch hinterfragt. Zum aktuellen Zeitpunkt habe man aber noch keinen Gebrauch gemacht. «Wir schöpfen bei der Organisation der Patientenversorgung aus einem großen Erfahrungsschatz, so dass wir die Bettenplanung sehr realistisch umsetzen werden.

«Heute verfügen wir über ausreichend Beatmungsgeräte, ausreichend Betten, jedoch stellt der Einsatz, insbesondere beim Pflegepersonal, die limitierende Größe», sagte Mendt.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH