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DRK: Corona-Impfteams arbeiten an der Belastungsgrenze

Mitarbeiter des DRK Dresden verladen ein Hinweisschild für ein mobiles Corona-Testzentrum. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Mitarbeiter des DRK Dresden verladen ein Hinweisschild für ein mobiles Corona-Testzentrum. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Die 30 Mobilen Impfteams in Sachsen arbeiten nach Einschätzung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) an der Belastungsgrenze. Die Teams seien flächendeckend über ihre Kapazitätsgrenze hinaus im Einsatz, sagte DRK-Sprecher Kai Kranich am Montag auf Anfrage. Man habe insgesamt 3000 Impfungen pro Tag geplant, am vergangenen Samstag seien es 4500 gewesen. Das Engagement könne man gar nicht hoch genug schätzen. Die Teams würden auf Pausen verzichten und bekämen dennoch Unzufriedenheit zu spüren, wenn Leute ein oder zwei Stunden auf die Impfung warten müssten. Schon seit einiger Zeit habe man mit «verbalen Ausfällen» zu tun. Leute würden bei den Teams Dampf ablassen. «Das macht den Teams zu schaffen.»

Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) hatte sich bei der Vorstellung der neuen Corona-Schutzverordnung am vergangenen Freitag zum Fortgang der Impfkampagne geäußert. Booster-Impfungen in den Pflegeheimen seien jetzt die wichtigste und zentrale Aufgabe. 13 Impfkoordinatoren sollen gezielte Impfaktionen in Pflegeheimen vorbereiten. Darüber hinaus kündigte Köpping auch eine personelle Verstärkung der Mobilen Impfteams an. Ihre Impfkapazität soll verdoppelt werden. Sie sollen in den 13 Landkreisen und den drei kreisfreien Städten feste Standorte mit festen Öffnungszeiten bekommen. Den wichtigsten Part in der Kampagne sollen aber die Hausärzte einnehmen. Zudem impfen in Sachsen 20 Krankenhäuser.

Die Linken forderten wegen des großen Andrangs bei den Booster- Impfungen, die früheren Impfzentren wieder zu öffnen. «Es war ein Fehler, dass die Staatsregierung sämtliche Impfzentren so früh geschlossen hat. Sie müssen jetzt so schnell wie möglich reaktiviert werden», erklärte Parteichefin Susanne Schaper. Mobile Teams und die Hausarztpraxen würden diese Aufgabe nicht alleine bewältigen können, zumal viele Bürgerinnen und Bürger gar keine Hausärztin oder keinen Hausarzt hätten. Köpping ging am Freitag nicht davon aus, dass die großen Impfzentren wieder öffnen. Zugleich verteidigte sie die Schließung. Die Zentren seien noch im August wegen mangelnder Nachfrage nur zu 20 Prozent ausgelastet gewesen.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH