Die 30 Mobilen Impfteams in Sachsen arbeiten nach Einschätzung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) an der Belastungsgrenze. Die Teams seien flächendeckend über ihre Kapazitätsgrenze hinaus im Einsatz, sagte DRK-Sprecher Kai Kranich am Montag auf Anfrage. Man habe insgesamt 3000 Impfungen pro Tag geplant, am vergangenen Samstag seien es 4500 gewesen. Das Engagement könne man gar nicht hoch genug schätzen. Die Teams würden auf Pausen verzichten und bekämen dennoch Unzufriedenheit zu spüren, wenn Leute ein oder zwei Stunden auf die Impfung warten müssten. Schon seit einiger Zeit habe man mit «verbalen Ausfällen» zu tun. Leute würden bei den Teams Dampf ablassen. «Das macht den Teams zu schaffen.»
Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) hatte sich bei der Vorstellung der neuen Corona-Schutzverordnung am vergangenen Freitag zum Fortgang der Impfkampagne geäußert. Booster-Impfungen in den Pflegeheimen seien jetzt die wichtigste und zentrale Aufgabe. 13 Impfkoordinatoren sollen gezielte Impfaktionen in Pflegeheimen vorbereiten. Darüber hinaus kündigte Köpping auch eine personelle Verstärkung der Mobilen Impfteams an. Ihre Impfkapazität soll verdoppelt werden. Sie sollen in den 13 Landkreisen und den drei kreisfreien Städten feste Standorte mit festen Öffnungszeiten bekommen. Den wichtigsten Part in der Kampagne sollen aber die Hausärzte einnehmen. Zudem impfen in Sachsen 20 Krankenhäuser.