Sachsens Handelsverband hat vor dem nächsten Bund-Länder-Treffen eine klare Perspektive für den Einzelhandel gefordert. «Wir erwarten jetzt ein transparentes, klares, faires und verbindliches Konzept für eine zeitnahe und gerechte Öffnung», sagte Landesverband-Hauptgeschäftsführer René Glaser. Seit dem 14. Dezember seien große Teile des Einzelhandels in Sachsen geschlossen und finanziell ausgezehrt. Es gebe sichere und bewährte Hygienekonzepte, die auch bei Inzidenzzahlen über 35 oder 50 greifen würden, betonte Glaser. Ein pauschales «Weiter so» sei nicht mehr zu vermitteln. Bei der Schalte am nächsten Mittwoch will Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten über weitere Schritte in der Pandemie beraten.
Unterdessen hat sich der Handel rund zwei Wochen nach der Einführung von «Click & Collect» enttäuscht gezeigt. Zwar haben laut Verband Bau- und Elektronikmärkte sowie Einrichtungshäuser eine leicht höhere Nachfrage verbucht. Einen großen Andrang oder lange Schlangen habe es aber flächendeckend nicht gegeben, sagte Glaser. «Die Kundenzahlen waren größtenteils überschaubar, die Nachfrage eher sehr verhalten.» «Click & Collect» sei kein Ersatz im Vergleich zu geöffneten Läden und könne die Unternehmen nicht vor finanziellen Engpässen retten, betonte Glaser.