Die Zunahme von polizeilich erfassten Fällen von häuslicher Gewalt an Frauen bereitet Sachsens Ministerin für Gleichstellung Katja Meier große Sorge. «Die Kapazitäten bei den Beratungsstellen und in den Frauenhäuser müssen noch weiter ausgebaut werden», betonte die Grünen-Politiker auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen (25. November).
In den vergangenen Jahren seien die Anstrengungen in diesen Bereichen deutlich erhöht worden, betonte Meier. Mit der Inbetriebnahme einer Interventions- und Koordinierungsstelle (IKS) im Vogtlandkreis Anfang Dezember verfüge dann jeder Landkreis und jede kreisfreie Stadt über eine solche Einrichtung. «So müssen Opfer von häuslicher Gewalt keine weiten Wege mehr zurücklegen und haben Beratung und Unterstützung direkt vor Ort.» Die Finanzmittel für den Gewaltschutz sind laut Ministerium seit 2019 verdreifacht worden und liegen derzeit bei rund zwölf Millionen Euro pro Jahr.
«Damit konnten wir eine gute Grundlage legen für Maßnahmen wie die IKS und weitere Schutzeinrichtungen im gesamten Freistaat», sagte Katja Meier. Im kommenden Haushalt würden aber dringend mehr Mittel benötigt, um sicherzustellen, dass Hilfen und Unterstützungsstrukturen auch langfristig ihre Wirksamkeit entfalteten.