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«Woche für das Leben»: Woche zum Thema Demenz eröffnet

Der Mond steht im Morgenlicht hinter einem Kreuz auf einem Kirchturm. / Foto: Bernd Weißbrod/dpa/Symbolbild
Der Mond steht im Morgenlicht hinter einem Kreuz auf einem Kirchturm. / Foto: Bernd Weißbrod/dpa/Symbolbild

Mit einem Gottesdienst in der Leipziger Nikolaikirche haben die evangelische und katholische Kirche am Samstag die bundesweite ökumenische «Woche für das Leben» eröffnet. Unter dem Motto «Mittendrin. Leben mit Demenz» sollen Ängste im Umgang mit der Krankheit abgebaut werden, wie die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) mitteilte. Die Kirchen wollen demnach Seelsorgeangebote und Beratung weiter ausbauen, um Angehörige zu unterstützen.

Der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Bischof Franz-Josef Bode, sagte bei einer thematischen Einführung, dass sich für Erkrankte vieles ändere. «Eigenschaften, die viele einem gelingenden, würdevollen Leben zuschreiben, sind immer weniger greifbar.» Da könne es entlasten und trösten zu wissen, dass die Würde des Menschen nicht von seiner Gesundheit, seiner Geisteskraft oder seiner Fähigkeit zur Selbstbestimmung abhänge, sondern unverlierbar sei. «Gott ist der Garant der Würde des Menschen», sagte Bode.

Die EKD-Ratsvorsitzende Annette Kurschus betonte, dass ein Mensch viel verlieren könne. «Sein Gedächtnis, seine Erinnerungen, seine Persönlichkeit, seine Intelligenz, sein Wesen, sein Vertrauen, seinen Glauben, seine Hoffnung, seine Liebe, sogar sich selbst.» Aber wer nicht mehr denken und sich erinnern könne, werde von Gottes Händen gehalten.

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