Ob Umweltverband, Krankenhaus oder Diakonie - in Sachsen gibt es viele Möglichkeiten, einen Freiwilligendienst zu absolvieren. Das Interesse an einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ), am Bundesfreiwilligendienst (BufDi) und weiteren Möglichkeiten ist relativ hoch, wie eine Anfrage bei Verbänden ergab. Allerdings bereiten geplante Kürzungen im Bundeshaushalt 2024/25 Sorgen. Durch die Streichung von insgesamt 113 Millionen Euro könnte nach Angaben der Johanniter-Unfall-Hilfe etwa jede vierte Einsatzstelle für Freiwilligendienstleistende bundesweit wegfallen.
Bei den Johannitern in Sachsen sind in diesem Freiwilligenjahr 80 Menschen beschäftigt. Sie werden laut Landesverband in der Pflege, in Krankenhäusern, in der Erste-Hilfe-Ausbildung, im Hausnotruf oder in Kitas eingesetzt. Für 2023/24 habe es mehr Bewerberinnen und Bewerber als im Vorjahr gegeben, erklärte die Referentin für Freiwilligendienste Natalie Rossow. «Mit den geplanten Mittelkürzungen könnten sich einige unserer Einrichtungen den Einsatz von Freiwilligen nicht mehr leisten, so dass wir weniger jungen Menschen einen Freiwilligendienst ermöglichen könnten.»