Ihren Besuch in der Sauna haben sich die zwei Freundinnen Rebecca und Anne ganz anders vorgestellt. Anne – die mit diesem Pseudonym anonym bleiben möchte – erzählt im niedersächsischen Justizministerium: «Unser Saunatag letztes Jahr im Frühjahr sollte eigentlich ein Ersatz sein für einen ausgefallenen Urlaub zu zweit. Am Ende ist er aber leider in einem Desaster geendet.»
Anne: «Er hat das nicht zum ersten Mal gemacht»
Ein Mann habe sich in einer fast leeren Leipziger Sauna «maximal 50 Zentimeter entfernt» dicht neben sie und ihre Begleiterin gesetzt. Er habe sein Handy an eine Handtuchrolle angelehnt – und die beiden Frauen gefilmt. Als die zwei Freundinnen das bemerken, konfrontieren sie ihn damit, doch der Mann bestreitet das Filmen zunächst. Aus Sicht der Frauen machte das Verhalten des Mannes den Anschein, «dass er das auch nicht zum ersten Mal gemacht hat».
Die Frauen rufen die Polizei, vor deren Eintreffen zeigt der Mann ihnen sein Mobiltelefon. Darauf seien mehrere Aufnahmen nackter Frauen zu sehen gewesen. Die Polizei stellt das Handy daraufhin sicher. «Wir dachten in dem Moment, okay, das war jetzt extrem anstrengend und aufregend, aber wir haben hier gerade wenigstens diese eine Person aus dem Verkehr gezogen», sagt Anne.