Eine Beamtin der Landesdirektion Sachsen steht im Fokus dienstrechtlicher Ermittlungen, nachdem sie am vergangenen Wochenende als Versammlungsleiterin einer pro-palästinensischen Demonstration in Leipzig fungierte. Die Frau arbeitet seit 16 Jahren als Referentin für die Landesdirektion Sachsen und hatte unter ihrem bürgerlichen Namen eine Spendenaktion für die Demonstration gestartet, wie der MDR berichtete.
Demonstration von extremistischer Gruppierung organisiert
Zu der Demo mit dem Motto "Antifa means: Free Palestine" im Stadtteil Connewitz hatte unter anderem die Gruppierung Handala aufgerufen. Der sächsische Verfassungsschutz führt Handala in seinem Jahresbericht 2024 als "erwiesen extremistisches Beobachtungsobjekt" auf. Der Verein positioniere sich einseitig pro-palästinensisch und habe sich mehrfach mit der Terrororganisation Hamas solidarisiert.
An der Demonstration nahmen laut Polizei rund 1.400 Menschen teil. Der Aufzug richtete sich auch gegen pro-israelische Teile der Linken. Es kam unter anderem zu einem Angriff auf einen Journalisten, zudem wurden möglicherweise strafbare Parolen gerufen. Ein etwa gleichstarker Gegenprotest hatte sich formiert.