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Park wird nach rassistischem Mord zu Mahn- und Gedenkort

Das Schild für den Marwa-El-Sherbini-Park steht nach seiner Enthüllung vor dem Landgericht. / Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
Das Schild für den Marwa-El-Sherbini-Park steht nach seiner Enthüllung vor dem Landgericht. / Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) hat am Montag das Schild des «Marwa-El-Sherbini-Parks» vor dem Landgericht enthüllt. Die bisher namenlose Grünfläche werde damit zum Mahn- und Gedenkort für die 2009 nur wenige Meter entfernt aus rassistischem und islamfeindlichem Hass ermordete Ägypterin Marwa El-Sherbini, teilte die Stadt mit. Gleichzeitig begannen am Montag unter dem Motto «Haltung zeigen!» die Internationalen Wochen gegen Rassismus.

El-Sherbini wurde am 1. Juli 2009 in einer Verhandlung um rassistische Beleidigungen im Landgericht Dresden vom Angeklagten erstochen. Die Benennung des Parks nach der Frau sei ein Baustein in der Gestaltung des Parks als «lebendiger Ort des Erinnerns», wie es in der Mitteilung der Stadt hieß. «Ein ausführlicher Gestaltungsprozess, der die Komplexität des Verbrechens und dessen Motivlage berücksichtigt, wird bald in Gang kommen.»

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus, die in der Landeshauptstadt bis zum 6. April stattfinden, bieten ein breites Programm an. 60 Veranstaltungen von Online-Workshops und Vorträgen über Begegnungstreffen bis hin zu Ausstellungen seien geplant. Das Motto appelliere an die gesamte Stadtgesellschaft, öffentlich Stellung gegen Hass, Ausgrenzung und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit zu beziehen.

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