Es ist eine alarmierende Realität, der wir uns alle stellen müssen: Die Menge an CO2, die wir noch ausstoßen können, ohne die 1,5°C-Grenze zu überschreiten, wird mit jedem Tag geringer. In der Lausitz entspricht der Anteil, den wir verfeuern können, etwa 205 Millionen Tonnen Kohle. Der Kohlekonzern LEAG plant jedoch, 700 Millionen Tonnen Kohle zu verbrennen, das sind mehr als drei Mal so viel, wie die 1,5°C-Grenze zulässt. Dieses Szenario ist eine akute Gefahr für die Umwelt und muss verhindert werden.
Derzeit verhandeln die Regierungen von Sachsen und Brandenburg zusammen mit der Bundesregierung und der LEAG über den Kohleausstieg im Osten. Die Auswirkungen auf die Emissionen scheinen in diesen Gesprächen jedoch nicht die gebührende Rolle zu spielen. Es wird gefordert, dass die Verhandlungen zu einem Ergebnis führen, das die 1,5°C-Grenze respektiert und zugleich soziale Gerechtigkeit gewährleistet.