Vermüllte Wohnungen, Rostlauben, Ruinen - der Freistaat Sachsen macht jährlich gut 1000 Erbschaften. 2023 waren es so viele wie nie in den vergangenen 20 Jahren, der Fiskus verzeichnete zudem die bisher höchsten Einnahmen in diesem Bereich, wie Martin Oberacher sagt, Leiter des Geschäftsbereichs Zentrales Flächenmanagement (ZFM) im Staatsbetrieb. Die Nachlassgerichte stellten in 1320 Fällen den Fiskus als Erben fest, das waren 127 Fälle oder 10,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Erlöst wurden 8,1 Millionen Euro und damit rund 600.000 Euro mehr als 2022.
Der Bestand erhöhte sich laut Statistik um 61 auf 3544 unfreiwillige Nachlässe, 1255 Fiskalerbschaften wurden abgeschlossen - 360 weniger als 2022. Für die Abwicklung wurden 2023 mit 2,8 Millionen Euro etwa 200.000 Euro mehr ausgegeben, unter anderem auch für die Unterhaltung und Sicherung geerbter Immobilien. Personal- und Sachkosten aber verschlangen geschätzt rund 3,5 Millionen Euro - fast doppelt so viel wie 2022. Am Jahresende blieb ein Überschuss von rund 1,8 Millionen Euro übrig - im Jahr zuvor waren es noch 2,9 Millionen Euro.