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Imkerboom in der Stadt: Verein fordert «Imker-Führerschein»

Tino Lorz hält auf dem Balkon des Kulturpalastes eine Wabe mit Buckfast-Bienen in den Händen. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/aktuell
Tino Lorz hält auf dem Balkon des Kulturpalastes eine Wabe mit Buckfast-Bienen in den Händen. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/aktuell

Der Dresdner Imkerverein hat angesichts der steigenden Zahl von Imkern in der Stadt eine Art «Imker-Führerschein» gefordert. Die Honigbiene gehöre in Dresden mittlerweile zu den wichtigsten Nutztieren, sagt der Vereinsvorsitzende und Bienensachverständige Tino Lorz. Rund 600 Bienenstandorte gibt es in der Landeshauptstadt, rund 320 Imker mit rund 3000 Völkern sind im Verein organisiert - vor zehn Jahren waren es noch 70 Imker.

Immer mehr jüngere Menschen entdeckten das Imkern als Hobby, sagt Lorz. Ihnen fehle aber oft das Wissen, die Bienen über den Winter zu bringen oder gegen Schädlinge wie die gefährliche Varroa-Milben zu behandeln. Im vergangenen Winter gingen in Dresden etwa 40 Prozent der Völker verloren.

Während in der Stadt das Hobby-Imkern boomt, fehlen Imker auf dem Land, erläutert Lorz. Und mit ihnen die Honigbienen. Ohnehin finden die nützlichen Tiere dort zu wenig Nahrung. Die Bedingungen in den ländlichen Regionen zu verbessern, würde nicht nur der Honigbiene, sondern auch der gefährdeten Wildbiene helfen, sagt Lorz.

Laut BUND Sachsen mussten von den mehr als 400 Wildbienenarten im Freistaat bereits 287 Arten als ausgestorben oder gefährdet eingestuft werden. Damit stehen mehr als 70 Prozent auf der Roten Liste.

Wildbienen-Projekt BUND

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

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