Im Schach ist man ganz auf sich gestellt, kämpft allein, gewinnt oder verliert am Brett. Andrea Hafenstein spielt seit ihrer Kindheit Schach und zwar richtig gut. Bereits mit 14 Jahren hat Großmeister Uhlmann in einem Simultanspiel gegen sie aufgeben müssen. Ein Sieg, der sie bis heute positiv begleitet und ihr Kraft gibt – Kraft, die sie für ihren weiteren Lebensweg gebrauchen konnte.
Mit 17 Jahren, in ihrer Lehrzeit, begann es mit Schwindelanfällen. Zu DDR Zeiten war die Diagnose aber recht schwierig und blieb weitestgehend ungeklärt. Der erste große Schlag in ihrem Leben war der plötzliche Kindstod ihres Sohnes – Alexander wurde ihr nach nur sechs Monaten genommen.
Im weiteren Verlauf wurde bei ihr ein Gehirntumor diagnostiziert, der rückblickend hormonell verursacht wurde. Andrea Hafenstein ahnte es die ganze Zeit, der Weg aber bis zur tatsächlichen Diagnose war hart, denn niemand wollte ihr wirklich glauben – weder ihr 1. Mann noch die Ärzte, die lange Zeit nichts fanden. Sie stand quasi allein da und musste kämpfen – wie im Schach.