Sachsens Kinos wollen trotz unsicherer Perspektive mit der neuen Corona-Schutzverordnung wieder öffnen. «Wenn wir aber Pech haben, dann ist in 14 Tagen die Inzidenz zu hoch und dann ist wieder Schluss für uns», sagte etwa Petra Klemann, Geschäftsführerin der Passage-Kinos in Leipzig. Steigt der Inzidenzwert zu hoch und sind die Krankenhäuser überlastet, müssen unter anderem die Kinos wieder schließen.
«Die Überlastungsstufe hängt wie ein Damoklesschwert über den sächsischen Kinos», sagte Christian Bräuer vom Branchenverband AG Kino. Die Häuser seien jedoch auf Planbarkeit angewiesen, um das Programm zusammenstellen und Werbung steuern zu können. «Trotzdem öffnen wir, um zu zeigen, dass wir noch da sind und weitermachen», sagte Klemann.
Ähnliches ist von den großen Multiplex-Ketten zu hören. Während man bei den Passage-Kinos mindestens bis zum 20. Januar warten will, geht es etwa im Cinestar Leipzig und Cineplex Dresden bereits am heutigen Freitag wieder los. «Leider haben wir die stärksten Monate verpasst», sagte Markus Kühlmorgen, Prokurist des Cineplex in Dresden.