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Dreisprachig: Lausitz-Edition des Spieleklassikers Monopoly

Häuser, Karten, Anleitung in der Verpackung der Monopoly-Edition für die dreisprachige Lausitz in Deutsch, Niedersorbisch und Obersorbisch. / Foto: Daniel Schäfer/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild
Häuser, Karten, Anleitung in der Verpackung der Monopoly-Edition für die dreisprachige Lausitz in Deutsch, Niedersorbisch und Obersorbisch. / Foto: Daniel Schäfer/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

Sorbisch-Kurs statt Einkommensteuer: Den Brettspielklassiker Monopoly gibt es nun auch in einer Lausitz-Edition. Es sei das erste dreisprachige Monopoly, teilte das sächsische Kultur- und Tourismusministerium am Montag mit. Alle Texte auf dem Brett, den Spielkarten und im Begleitheft gebe es auf Deutsch, Niedersorbisch und Obersorbisch.

Im Internet konnten die Einwohner der Lausitz über die 22 Orte abstimmen, die nun auf dem Spielfeld zu finden sind. Der teuerste ist Bautzen geworden. Auch Elsterheide, Nebelschütz, Guben, Bad Liebenwerda, Schleife, Schönau-Berzdorf, Hochkirch, Weißwasser, Hoyerswerda, Löbau, Lauchhammer, Senftenberg, Lübbenau, Kamenz, Görlitz und Cottbus sind dabei.

«Neben den Botschaften zur Sprache werden im Spielgeschehen aber auch kulturelle, wirtschaftliche und touristische Botschaften zur Lausitz vermittelt», sagte Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU). Das Spiel sei ein wichtiger Tourismusbotschafter, der die Region über die Grenzen Sachsens bekannt macht.

«Spielzeit ist Familienzeit und damit Zeit für Unterhaltung - schön, wenn das Spiel auch in der eigenen Muttersprache stattfindet», sagte Dawid Statnik von der Domowina, dem Bund Lausitzer Sorben.

Das Lausitz-Monopoly kommt mit zahlreichen Anpassungen daher. Verschiedene Sehenswürdigkeiten zieren das Spielfeld und die Verpackung. Anders als beim Original gibt es kein Feld, auf dem die Einkommensteuer eingefordert wird. Bei der neuen Variante muss stattdessen für einen Sorbisch-Sprachkurs gezahlt werden. Mehr als 4000 Exemplare seien bereits vorbestellt worden.

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