An einer Dresdner Grundschule können Eltern ihre Kinder im Umfeld der Einrichtung künftig an Haltestellen für die sogenannten Elterntaxis absetzen. Denn die Autos, mit denen die Mädchen und Jungen zur Schule gebracht werden, sorgen dort immer wieder für Stau. «Elterntaxis verstopfen Zufahrtsstraßen, parken in zweiter und sogar dritter Reihe und schaffen damit zahlreiche Gefahrensituationen für ihre und andere Kinder», erklärt Dirk Reelfs, Sprecher des Kultusministeriums, am Montag auf Anfrage. Für die Kinder wäre es sicherer, wenn Eltern ihnen den Weg zu Fuß zutrauen würden.
Ähnlich argumentiert der ADAC. Bei langen oder unsicheren Schulwegen könne der Schulbus oder das Elterntaxi zwar erforderlich sein. In diesem Fall würden jedoch ausgewiesene Hol- und Bringzonen Sinn machen - also Haltestellen für die Autos der Eltern, sagte der sächsische ADAC-Sprecher Falk Forhoff. Laut ADAC gibt es fast immer bessere und sicherere Alternativen zum Elterntaxi. «Mütter und Väter wollen nur das Beste für ihre Kinder - mit dem Elterntaxi schießen sie allerdings häufig übers Ziel hinaus. Durch Überbehüten verzögern sie die Entwicklung ihres Nachwuchses hin zu selbstständigen Verkehrsteilnehmern», argumentiert der ADAC.