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Digitalpakt-Geld kommt nur langsam an Sachsens Schulen an

Ein Schüler arbeitet in einer Grundschule an einem Tablet. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild
Ein Schüler arbeitet in einer Grundschule an einem Tablet. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Fördergelder aus dem «Digitalpakt Schule» kommen in Sachsen nur langsam bei Lehrern und Schülern an. Von den ursprünglichen fünf Milliarden Euro des Bundes aus dem Basis-Digitalpakt sind für das Land bis zum Stichtag 30. Juni rund 224 Millionen Euro beantragt und auch bewilligt worden. Abgerufen wurden davon lediglich rund sechs Millionen Euro, wie aus einem halbjährlichen Bericht des Bundesbildungsministeriums hervorgeht. Über die Zahlen hatte zuerst das «Handelsblatt» berichtet, sie liegen auch der Deutschen Presse-Agentur vor.

Aus dem zusätzlichen Fördertopf für mobile Endgeräte wie Tablets für Schülerinnen und Schüler gingen knapp 25 Millionen Euro nach Sachsen. Kein Geld floss dagegen aus dem 500 Millionen Euro umfassenden Topf für Leihgeräte für Lehrer.

Beim Digitalpakt handelt es sich um ein großes Förderprogramm zur digitalen Modernisierung der Schulen, das von Mai 2019 bis 2024 läuft. Der Bund hatte zunächst fünf Milliarden Euro bereitgestellt für digitale Lernplattformen, den Aufbau von schuleigenem Wlan und für die Anschaffung von interaktiven Tafeln (Smartboards). Im Zuge von Corona wurde das Förderprogramm dreimal aufgestockt: 500 Millionen Euro für Laptops für bedürftige Schüler, 500 Millionen für Geräte für Lehrkräfte und 500 Millionen für Schuladministratoren.

Von den ursprünglichen fünf Milliarden des Bundes aus dem Basis-Digitalpakt wurden bisher bundesweit nur 189 Millionen Euro abgerufen.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH