Seit dem frühen Morgen ruht wegen eines Warnstreiks der öffentliche Nahverkehr in mehreren sächsischen Städten. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat die rund 5000 Beschäftigten der Branche in Sachsen mit Beginn der Frühschicht zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Diese seien dem Aufruf weitgehend gefolgt, sagte Verdi-Gewerkschaftssekretär Paul Pjanow in Leipzig am Donnerstag.
Es führen weder Bus noch Bahn, sagte ein Sprecher der Leipziger Verkehrsbetriebe. Seinen Angaben zufolge könnten um die 100 000 Fahrgäste vom Ausstand betroffen sein. Es sei aber beobachtet worden, dass sich viele Menschen auf die Situation vorbereitet und um alternative Transportmöglichkeiten gekümmert hätten. Der Streik sollte noch bis 19.00 Uhr andauern.
In Dresden blieben nach Angaben der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) Bahn und Bus ebenfalls in den Depots. Die Ausnahme: 69 Busse, die von Tochter- oder Subunternehmen betrieben werden, sind der Sprecherin zufolge auf den Linien unterwegs. Das sei gut jeder zweite Bus. Ihren Angaben zufolge werden in Dresden rund 460 000 Fahrten täglich mit der DVB absolviert.